Damit es mit der digitalen Souveränität klappt, muss GRC das Image der Pflichterfüllung abwerfen. Es wird betrieben, damit Prüfungen bestanden und gesetzliche Vorgaben erfüllt werden, aber selten als echter Werttreiber verstanden. Wer GRC jedoch strategisch denkt, kann deutlich mehr erreichen: widerstandsfähige Geschäftsprozesse, schnellere Entscheidungen und mehr Vertrauen bei Kunden, Partnern und Aufsichtsbehörden. Der zentrale Begriff dafür lautet digitale Souveränität. Gerade dort, wo sensible Risiko und Compliance Daten zusammenlaufen, darf ein Unternehmen nicht in Abhängigkeit von fremden Rechtsräumen oder intransparenten Cloud-Strukturen geraten.
Digitale Souveränität im politischen und geopolitischen Kontext
Die Diskussion um digitale Souveränität ist keine rein theoretische Frage. Internationale Beispiele zeigen, wie abhängig Institutionen von großen Plattformen werden können. Im Umfeld des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag gab es etwa öffentlich diskutierte Fälle, in denen technische Dienste eines großen US-Anbieters rund um Ermittlungen und internationale Spannungen eine Rolle spielten. Details wurden nie vollständig aufgeklärt, doch die Folge war klar: Die Verantwortlichen suchten gezielt nach mehr technischer Eigenständigkeit.
Der Gerichtshof entschied sich für einen Wechsel hin zu einer Lösung aus Deutschland, basierend auf Open Source-Komponenten, bei der der Quellcode einsehbar ist. Ziel war es, Abhängigkeiten zu verringern und die eigene Autonomie bei sensiblen Verfahren zu stärken. Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, dass es hier nicht nur um Komfortfunktionen geht, sondern um die Frage, wer im Zweifel den Stecker ziehen könnte.
Hinzu kommen rechtliche Rahmenbedingungen wie der amerikanische Cloud Act. Dieses Gesetz verpflichtet US-Unternehmen dazu, unter bestimmten Umständen Daten an Behörden herauszugeben, selbst wenn die Daten physisch in Europa liegen. Vor Parlamenten in Europa wurde mehrfach klar, dass große Anbieter eine solche Datenherausgabe nicht grundsätzlich ausschließen können. Für Institutionen mit besonders schützenswerten Informationsbeständen ist das ein problematisches Szenario.
Gleichzeitig wächst in Europa der politische Druck, digitale Abhängigkeiten zu verringern. Nationale und regionale Verwaltungen prüfen Alternativen, zum Beispiel Open Source Office-Lösungen oder europäische Cloud-Modelle. Einige Bundesländer, Verwaltungen und Ministerien planen explizite Ausstiegsstrategien aus bestimmten Ökosystemen, um mittel und langfristig mehr Kontrolle über Daten und IT-Architektur zu gewinnen.
Diese Entwicklungen haben eine klare Botschaft: Digitale Souveränität ist politisches Thema und wirtschaftlicher Faktor zugleich. Wer bei grundlegender Bürokommunikation, bei Kollaboration und insbesondere bei GRC komplett von wenigen globalen Anbietern abhängt, nimmt bewusst ein strategisches Risiko in Kauf.
Ein von den USA geprägter Markt und europäische Verantwortung
Global betrachtet prägen Anbieter aus den USA den GRC-Markt. Sie sind technologisch attraktiv und funktional oft ausgereift, bewegen sich jedoch in Rechtsräumen, die nicht immer zu den Anforderungen europäischer Organisationen passen.
Für Unternehmen und Institutionen in der EU stellen sich in puncto digitale Souveränität deshalb zentrale Fragen:
- Welche Gesetze außerhalb Europas können im Ernstfall Zugriff auf meine Daten verlangen?
- Wo genau werden Risiko, Audit und Compliance Daten gespeichert und verarbeitet, welche Rollen haben Unterauftragnehmer?
- Wie transparent und prüfbar sind eingesetzte KI-Modelle und deren Entscheidungen für Aufsicht, Datenschutz und Revision?
Es existieren europäische Alternativen. GRASP German GRC ist ein solches Beispiel für digitale Souveränität. Dennoch setzen viele Organisationen weiterhin auf die großen Ökosysteme aus Übersee. Wer hier nicht bewusst eine Gegenstrategie entwickelt, akzeptiert Risiken genau in dem Bereich, der eigentlich Stabilität und Sicherheit bringen soll.
Datensouveränität als Grundprinzip statt als Punkt auf einer Checkliste
Risiko und Compliance-Daten beschreiben Schwachstellen, Schutzmaßnahmen und Prioritäten eines Unternehmens. Damit gehören sie zu den sensibelsten Informationen überhaupt. Ein Verlust der Kontrolle darüber hätte gravierende Folgen.
Deshalb betrachten wir Datensouveränität als architektonischen Grundpfeiler und nicht als Randnotiz im Projektplan. Aus unserer Sicht gehören dazu mindestens folgende Punkte:
- Konsequentes Hosting innerhalb der Europäischen Union, einschließlich Betrieb und Support
- Transparente und überschaubare Lieferkette mit klaren Zuständigkeiten und definierten Auditrechten
- Kontrollierte und erklärbare KI mit vollständiger Protokollierung und Datenhaltung im eigenen Mandanten, Berechnung innerhalb der EU
Wer diese Aspekte ernsthaft berücksichtigt, bewegt sich weg vom reinen Erfüllen von Vorgaben und hin zu aktiv gestalteter Compliance. Das wirkt sich spürbar aus, etwa durch vertrauensvollere Kundenbeziehungen, geringeren Prüfungsaufwand und weniger operative Risiken.
STACKIT als Basis für souveränes GRC-Hosting
Eine europäische GRC-Software ist ein wichtiger Schritt. Vollständig wird das Bild jedoch erst, wenn auch die Cloud Infrastruktur konsequent auf Datensouveränität ausgerichtet ist. Aus diesem Grund betreiben wir GRASP in der Cloud unter anderem auf STACKIT.
Was zeichnet STACKIT aus?
STACKIT ist die Cloud Plattform von Schwarz Digits, der IT und Digitalsparte der Schwarz Gruppe. Die Plattform verfolgt das Ziel, souveräne IT Infrastruktur in Deutschland und Österreich bereitzustellen und Daten dauerhaft innerhalb des europäischen Rechtsraums zu halten.
Zentrale Eigenschaften:
- Rechenzentren in Deutschland und Österreich
GRC Daten werden innerhalb der Europäischen Union gespeichert und verarbeitet. Das ist ein wesentlicher Baustein für Lösungen, die sich eng an der DSGVO orientieren. - Keine Übermittlung in Nicht-EU-Staaten
Datentransfers in Drittländer finden nicht statt. Dadurch sinkt die rechtliche Unsicherheit und die Angriffsfläche durch fremde Rechtszugriffe wird reduziert. - Hohe Sicherheits und Compliance Standards
Die Plattform erfüllt unter anderem C5-Anforderungen des BSI, ist nach ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz, ISO 20000 und ISO 50001 zertifiziert und verfügt über Testierungen wie ISAE 3000 SOC 2 und ISAE 3402. TÜVIT Trusted Site Zertifizierungen sichern hohe Verfügbarkeit und physische Sicherheit ab. - Leistungsfähige Infrastruktur für geschäftskritische Anwendungen
STACKIT ist auf produktive Fachverfahren und kritische Anwendungen ausgelegt und damit ideal für GRC Systeme, die im täglichen Betrieb eine tragende Rolle spielen. - Europäische Alternative zu US-Hyperscalern
Für Organisationen, die bewusst einen europäischen Provider wählen möchten, stellt STACKIT eine echte Option zu Anbietern wie Azure dar, mit klaren Zusagen zur Datenhoheit und zum anwendbaren Rechtsraum.
Besonders geeignet für öffentliche Hand und regulierte Branchen
Überall dort, wo der Gesetzgeber Datensouveränität ausdrücklich verlangt, kann die Kombination aus GRASP und STACKIT ihre Stärken voll ausspielen. Beispiele sind:
- Behörden und öffentliche Verwaltung
- Kliniken, Krankenkassen und Forschungseinrichtungen
- Hochschulen und Bildungsträger
- Energieversorger und Betreiber kritischer Infrastrukturen
- Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister
- Unternehmen, die größten Wert auf sicheres Hosting in Deutschland legen
Diese Organisationen bewegen sich in einem Spannungsfeld aus strengen Vorschriften, steigender Bedrohungslage und zunehmendem Digitalisierungsdruck. Eine souveräne GRC Plattform in einer souveränen Cloud schafft hier den notwendigen Handlungsspielraum, ohne Abstriche bei Compliance und Datenschutz.
Wie GRASP digitale Souveränität praktisch umsetzt
GRASP German GRC ist so aufgebaut, dass die beschriebenen Anforderungen direkt adressiert werden:
- Betrieb in souveräner Cloud oder On Premises
GRASP kann in der STACKIT Cloud oder im eigenen Rechenzentrum betrieben werden, in beiden Fällen innerhalb der EU. - Hosting auf STACKIT
Die Nutzung von STACKIT als Cloud Basis ermöglicht ein datensouveränes GRC Setup mit zertifizierter Sicherheit und nachvollziehbaren Datenflüssen. - Nachvollziehbare KI Funktionen
KI Unterstützung in GRASP ist transparent gestaltet. Entscheidungen können fachlich interpretiert und über Audit Trails dokumentiert werden. - Schneller Einstieg, hohe Anpassbarkeit
Vorkonfigurierte Inhalte für ISO, DSGVO, NIS2 und weitere Regelwerke erleichtern den Start. Anschließend lässt sich die Lösung detailliert an das eigene Umfeld anpassen, ohne in proprietäre Abhängigkeiten zu geraten.
Souveräne GRC Cloud mit kostenfreiem Hosting in der ersten Laufzeit
Für Organisationen, die jetzt den Schritt in eine souveräne GRC Landschaft planen, vereinfachen wir den Einstieg:
Wer sich noch in diesem Jahr für GRASP entscheidet, erhält das Hosting bei STACKIT für die Dauer der ersten Vertragslaufzeit kostenlos.
Damit verbinden Sie:
- Eine europäische GRC Lösung mit klarem Fokus auf Governance, Risiko und Compliance
- Eine souveräne Cloud Infrastruktur in Rechenzentren in Deutschland und Österreich
- Einen finanziell attraktiven Einstieg, da die Hostingkosten in der ersten Laufzeit entfallen




