Der BSI-Lagebericht 2025 zeichnet weiterhin ein angespanntes Bild der Cybersicherheitslage in Deutschland. Trotz einzelner Erfolge bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität bleibt die Zahl relevanter Angriffsflächen und Sicherheitsvorfälle hoch. Erfolge bei der Bekämpfung einzelner Gruppen stehen einem anhaltend großen Problem gegenüber. Zu viele Angriffsflächen sind unzureichend geschützt. Das führt dazu, dass die Zahl der tatsächlichen Angriffe und Störungen nicht sinkt. Die Beobachtung ist deutlich. Solange bekannte Schwächen offen bleiben, wird das Risiko nicht kleiner. Der Lagebericht unterstreicht gleichzeitig die wachsende Bedeutung regulatorischer Anforderungen wie NIS2 für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Zum BSI Lagebericht 2025
Die Herausforderung besteht dabei selten nur in fehlenden Sicherheitsmaßnahmen. Kritisch wird vielmehr die Fähigkeit, Schwachstellen, Risiken, Verantwortlichkeiten und Nachweise dauerhaft konsistent zu steuern und priorisieren zu können.
Angriffsfläche wächst laut BSI-Lagebericht 2025
Die Angriffsfläche im Web nimmt weiter zu. Der Bericht weist im zweiten Quartal 2025 rund 13,2 Millionen erreichbare Domains unter der Landeskennung aus. Damit steigt die Angriffsfläche und eröffnet vielen Akteuren einfache Ziele. Wer diese Flächen nicht konsequent managt, erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs.
Dynamik bei Schwachstellen
Die Zahl der Schwachstellen bleibt hoch. Im Berichtszeitraum wurden im Mittel täglich 119 neue Schwachstellen bekannt. Unternehmen müssen daher Priorisierung, Patch Steuerung und Nachweisführung als laufenden Prozess etablieren. Nur so lassen sich die wichtigsten Risiken zuerst abräumen.
Entscheidend ist dabei weniger die absolute Anzahl neuer Schwachstellen als die Fähigkeit von Unternehmen, kritische Risiken systematisch zu priorisieren, Maßnahmen nachzuverfolgen und Wirksamkeit nachvollziehbar zu dokumentieren.
Verlagerung der Angriffe ins Web
Laut BSI-Lagebericht 2025 verschiebt sich die Bedrohung. Der Bericht zeigt eine Zunahme von Exploitation Angriffen im Web. Gleichzeitig steigt die Zahl blockierter Zugriffe auf schädliche Seiten. Unternehmen müssen insbesondere öffentlich erreichbare Systeme, Web-Anwendungen und digitale Schnittstellen stärker in ihre Schutz- und Überwachungskonzepte einbeziehen. Dazu gehören Härtung exponierter Systeme, Einbindung von Schwachstellen Meldungen und konsequente Kontrolle von Patch Fristen.
Folgen von Datenlecks
Die Zahl der mutmaßlich Geschädigten durch Datenlecks erreicht ein neues Allzeithoch. Häufig betroffen sind Geburtsdaten, Adressen und E Mail Adressen. Auch wenn die Bereitschaft zur Lösegeldzahlung insgesamt sinkt, zeigen Auswertungen im Zusammenhang mit Datenlecks nach Ausnutzung von Schwachstellen sehr hohe Durchschnittswerte. Für Unternehmen bedeutet das wachsende rechtliche und finanzielle Risiken, die nur mit belastbaren Nachweisen und geübten Abläufen beherrschbar sind.
KMU besonders betroffen
Rund achtzig Prozent der angezeigten Angriffe richten sich gegen kleine und mittlere Unternehmen. Diese Firmen verfügen oft nicht über ausreichend Ressourcen und Wissen, um sich eigenständig zu schützen. Der Bericht leitet daraus einen klaren Auftrag ab. Angriffsflächen schützen und Resilienz steigern.
Gerade in mittelständischen Unternehmen fehlen häufig zentrale Strukturen, um Risiken, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Nachweise konsistent über verschiedene Bereiche hinweg zu koordinieren.
Was bedeutet der BSI-Lagebericht 2025 für NIS2?
NIS2 verlangt unter anderem ein durchgängiges Management von Risiken, geübte Behandlung von Vorfällen, Business Continuity, sichere Entwicklung und einen belastbaren Audit Trail. Die gemeinsame Datenbasis. Der Lagebericht macht greifbar, warum diese Pflicht keine reine Formalie ist. Wer Angriffsflächen nicht reduziert und Schwachstellen nicht priorisiert, wird vom Tempo neuer Lücken überholt. Wer Nachweise nicht zentral führt, kann Wirksamkeit nicht zeigen. Prüfungen werden schwerer und Sanktionen wahrscheinlicher.
Genau deshalb stoßen isolierte Listen, Einzeltools und manuelle Abstimmungsprozesse in der Praxis häufig an Grenzen. Risiken, Maßnahmen, Vorfälle, Verantwortlichkeiten und Nachweise müssen organisatorisch miteinander verknüpft bleiben, damit Informationen konsistent genutzt und bewertet werden können.
Einstieg in die Praxis
Ein praxistauglicher Einstieg beginnt mit einem Inventar der exponierten Systeme und einer Bewertung des Risikos. Darauf folgt eine klare Reihenfolge der Maßnahmen. Dazu gehören Mehrfaktorauthentisierung, Härtung privilegierter Zugänge, zeitnahe Aktualisierung und belastbare Backup- und Wiederherstellungsprozesse. Diese Schritte sollten von Anfang an mit Verantwortlichen und Fristen verknüpft werden. Ebenso wichtig ist die Nachweisführung. Freigaben, Kommentare und Evidenzen gehören an einen Ort. Nur so lassen sich Fortschritte, Abnahmen und Wirksamkeit belegen.
Warum GRASP hilft
GRASP unterstützt Unternehmen dabei, Risiken, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Nachweise auf einer gemeinsamen organisatorischen Grundlage zusammenzuführen. Die Lösung ermöglicht die Steuerung von Rollen und Rechten über Standorte und Teams, stellt den Live Status von Risiken und Maßnahmen in Dashboards, Filtern, Listen und Kanban Boards dar, dokumentiert Nachweise in einem revisionssicheren Audit Trail mit Freigaben und Kommentaren und bietet Reporting Funktionen. GRASP wird in Deutschland gehostet, sodass Daten und Nachweise in einem klaren rechtlichen Rahmen verarbeitet werden. Auch wenn Sie sich entscheiden müssen, ob Sie Excel nutzen oder auf eine Software setzen – schauen Sie einmal hier.
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